13.09.2007
Beim Frühstück hören wir nahes Rufen von Eseln! Susanne
entdeckt dann tatsächlich zwei Esel auf einem Koppel neben dem
Stellplatz. Die Tiere werden von meinen drei Mädels mit
Äpfeln gefüttert. Danach spazieren wir zu ein paar
Schautafeln an der naheliegenden Brücke, die die große
Bedeutung der Stadt mit ihren über die Jahrhunderte immer wieder
erneuerten Brücken für den Transport in der Gegend beschreibt.
Gestern hatten wir eigentlich noch vor, dem Pont du Gard einen Besuch
abzustatten. Nach dem Frust des vorherigen Abends verzichten wir aber
darauf und fahren direkt zum Bonbonmuseum von Haribo!
Obwohl es eine deutsche Firma ist, betreibt sie hier ein Museum.
Susanne und ich sind von alten Werbespots ganz hingerissen. Die Kinder
faszinieren mehr die bunten Süßigkeiten in allen
Variationen. Und auch ein Fabrikverkauf darf natürlich nicht
fehlen. Damit ist für heute unser Mittagessen gesichert ;-))
Als nächstes Ziel habe ich Carpentras
herausgesucht. Eine große Stadt mit zentralem Stellplatz
erscheint uns attraktiv als Stop. Aber der Stellplatz ist sehr eng und
laut - einfach nur ein langer Parkplatz und eine Entsorgungsstation
direkt an einer vielbefahrenen Straße. Wir parken zunächst
trotzdem und erkunden zu Fuß die Stadt. Aber dann entscheiden wir
uns für die Nacht doch einen anderen Platz zu suchen: Fontaine-de-Vaucluse.
Ein malerischer - wenn auch touristisch stark beanspruchter - Ort. Und
direkt am Ortseingang darf laut Womoführer ein großer
Parkplatz auch als Stellplatz für Womos genutzt werden. Der Platz
ist auch dicht gefühlt mit Womos. So stellen wir uns
natürlich dazu - auch wenn an der Einfahrt ein Camping verboten
Schild steht?!
Abends laufen wir in die Stadt und suchen uns ein feines Restaurant: La Figuiere.
Die Küche ist prima und im großen Hof können die Kinder
schön spielen, während Susanne und ich jeweils auf den
nächsten Gang warten *schleck*.
14.09.2007
Nach einer guten Nacht und einem gemütlichen Vormittag fahren wir pünktlich zur Mittagspause zum Lavendelmuseum. Kein Problem - dann kochen wir eben auch Mittagessen im Womo. Als das Museum dann wieder öffnet sind wir auch bereit!
Da wir gerade die einzigen sind, die den
Einführungsfilm sehen wollen, bekommen wir ihn auf Deutsch
gezeigt! Emelie ist so fasziniert, dass sie ihn zweimal sehen will. Und
auch für die eigentliche Ausstellung ist das Museum bestens auf
Gäste aus aller Welt eingestellt. So gibt es Audioguides u.a. auch
in Deutsch.
Im Museumsladen decken wir uns dann mit Souvenirs ein.
Da es noch nicht sehr spät ist, fahren wir noch ein Stückchen Richtung Norden: zu einem Campingplatz in Larnas.
Brav folgen wir dem Navi und erwischen dabei eine Zufahrt, die laut
Campingführer für Gespanne (und somit lange Womos?!) nicht
geeignet ist. Einige der Serpentinen schaffen wir gerade so ohne
rangieren! Gott sei Dank kommt kaum Gegenverkehr. Alles sehr malerisch
- aber auch schweißtreibend. Wir sind froh, als wir am
Campingplatz endlich ankommen. Der Platz ist dank Nachsaison schon
ziemlich leer und wir haben mehr oder weniger freie Platzwahl. Nach der
Anfahrt will sich Susanne erst mal unter einer Dusche erfrischen. Das
wird dann aber erfrischender als gewünscht, da kein warmes Wasser
kommt.
Nun wollen wir uns zumindest stärken und
radeln Richtung Restaurants. Aber als der Weg steil bergab ca. 200 m
nach unten führt, verzichten wir auch darauf. Wie hätten wir
da mit vollem Bauch wieder raufkommen sollen?! Gott sei Dank gibt es
noch eine Pizzeria auf gleicher Höhe wie die Stellplätze und
dort werden wir gut bedient. Leider sind die Kinder so müde, dass
wir von der verlockenden Eiskarte keinen Nachtisch mehr nehmen
können.

15.09.2007
Heute probiere ich die Duschen aus - und sie
sind warm! Den Weg zurück Richtung Autobahn wähle ich diesmal
selbst anhand einer detaillierten Straßenkarte aus. Die Strecke
ist ziemlich gerade - aber immer noch ziemlich schmal. Zu dem Camping
Platz müssen wir nicht nochmal.
In Montelimar stocken wir nochmals unsere Vorräte auf und arbeiten uns dann auf der Autobahn Richtung Norden vor. Heute kommen wir bis Poncin.
Der kleine Ort bietet einen ruhigen kleinen Stellplatz den wir mit vier
anderen Womos teilen. Wie schon öfter stellen wir uns die Frage,
was hier wohl in der Saison los ist?! Im Gegensatz zu den
Campingplätzen waren bisher alle Womostellplätze sehr gut
besucht!